Powerboxen? Blackboxen? Zusatzsteuergeräte?

Neben dem klassischem Chiptuning, bei dem wie gesagt die Software des originalen Steuergerätes selbst modifiziert wird, gibt es auch noch eine andere Variante der Leistungssteigerung, welche mit Hilfe eines Zusatzsteuergerätes, einer so genannten “Blackbox” oder “Powerbox” arbeitet.

Bei dieser Form der Leistungssteigerung wird diese Blackbox meist zwischen das Motorsteuergerät und dessen peripheren Bauteile geschaltet (Einspritzpumpe und wahlweise auch verschiedene andere Sensoren).
Was dabei eigentlich passiert ist folgendes (und das lässt wirklich jeden Regelungstechniker erschaudern):

Im Grunde werden dem Motorsteuergerät falsche Messwerte vorgegaukelt (hauptsächlich eine zu geringe Einspritzmenge), was dieses folgerichtig zum Korrigieren derselben veranlasst.

Da diese Manipulation über den gesamten Drehzahlbereich (also auch schon im Leerlauf) stattfindet und die Tatsache, dass alle anderen relevanten Parameter wie Luftmenge, Förderbeginn usw. nach wie vor der Serie entsprechen, machen dieses Verfahren zumindest nicht ganz unproblematisch.
Stark erhöhte Emission, eine höhere thermische Belastung des Motors (Stichwort Abgastemperatur) und nicht selten darauf zurückzuführenden Fahrverhaltensmängel wie “ruckeln” sind oft die Folge. Was das für Ihren Motor heißt, dürfte Ihnen klar sein.

Wir raten unseren Kunden vom Einsatz solcher „Zusatzsteuergeräte“ grundsätzlich ab.
Entscheiden Sie sich lieber für eine intelligente und sichere Variante.